Donnerstag, 30. Mai 2019

Gastgeschenke: Bärlauch- und Tomatensalz

Werbung//Verlinkung
Ich habe vor kurzem geheiratet. Für mich gehört zur Feier dazu, dass die Gäste eine Kleinigkeit geschenkt bekommen. Mir war dabei wichtig, dass es in irgendeiner Form selbstgemacht ist. Nur ein paar Süßigkeiten abfüllen wollte ich nicht. Zusätzlich wollte ich vermeiden etwas in Plastik einzupacken. Es hat uns einiges an Überlegungen gekostet das passende Gastgeschenk zu finden.
Zur Bärlauchsaison hatten wir dann erst überlegt Bärlauchpesto zu machen, allerdings hält sich das nur begrenzte Zeit und würde während der Hochzeit nicht gekühlt stehen und womöglich spätestens dann verderben.
Da wir hier in Leipzig aber immer so massig an Bärlauch haben und schonmal gute Erfahrung mit Bärlauchsalz gemacht haben, entschieden wir uns dafür.
Damit nicht jedes Pärchen am Ende ein doppeltes Geschenk hat, kam die Idee, doch noch eine zweite Variante zu machen und dabei wurde es dann Tomatensalz.

Wir haben Salz für 28 Erwachsene gemacht. Die Gläschen nennen sich Sturzgläser und fassen 53 ml. Mit Hilfe einer Umrechnungsseite haben wir ausgerechnet, dass wir für 2 x 14 Gläschen etwa 2 x 875 g Salz benötigen.

Rezept für Bärlauchsalz (zB von hier)
1 Teil Bärlauch, 10 Teile Salz
Heißt ich habe etwa 900 g Salz und 90 g frischen Bärlauch genommen. Den Bärlauch waschen und trocknen und dann mit einem Teil des Salzes pürieren. Am Ende mit dem restlichen Salz vermengen und auf einem Backblech ausbreiten. Das ganze dann im Ofen bei 50 ° C für 2 Stunden trocknen. Achtung, das kann wirklich erbärmlich stinken. Ich habe in der Zeit das Fenster offen gehabt, dann gings. Man kann es wohl auch 8 Stunden in der Sonne trocknen, das hat bei uns aber nicht gepasst.
Zwischendurch immer mal ein bisschen umrühren. Ich habe die meiste Zeit den Backofen auch ein Stückchen offen gelassen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
Zum Schluss mussten wir zum Teil noch größere Klumpen klein klopfen.
Gereicht hat das für ich glaube 17 Gläschen und noch ein größeres, was wir behalten.
Tipp: Bärlauchsalz unbedingt dunkel lagern, da es sonst seine schöne Farbe verliert

Rezept für Tomatensalz (z.B. von hier)
Nach dem Rezept hätte ich 350 g getrocknete Tomaten auf 875 g Salz benötigt. Da die Tomaten ja auch Platz einnehmen (im Gegensatz zu dem bisschen Bärlauch) habe ich nach Gefühl entschieden weniger zu nehmen.
Letztendlich habe ich 550 g Salz und 200 g getrocknete Tomaten genommen und es hat für 15 Gläschen gereicht. Basilikum habe ich nach Gefühl dazu gegeben und den Pfeffer weggelassen.
Auch hier wieder die Tomaten mit etwas Salz pürieren, was mit unserem Multizerkleinerer gar nicht so einfach ging. Ich habe mehrmals mit den Mengen hin und her gefüllt und nach unten geschoben, bis ich am Ende einigermaßen zufrieden war. Das Ergebnis sieht nicht ganz so schön aus, wie beim Bärlauchsalz.
Ich habe wieder bei 50 ° C im Backofen getrocknet, aber nur etwas unter einer Stunde, weil die Zutaten an sich ja schon trocken waren.

Am Ende haben wir alles in die kleinen Gläschen abgefüllt und mit einem Etikettendrucker beschriftet.
Die Namensschildchen sind komplett selbst gemacht. Dafür habe ich Aquarellpapier zugeschnitten (ca 4 cm x 4 cm) und mit Aquarellfarbe alle einzeln mit einem Verlauf bemalt. Nachdem das trocken war, habe ich die Ecken mit einem Stanzer gerundet, ein Loch eingestanzt und den Namen drauf geschrieben.
Weil ich wollte, dass die Gäste nicht sofort sehen, was es ist, entschied ich sie in dem Papier einzuwickeln, in dem sie auch geliefert wurden. 
Zum Schluss also ins Papier einwickeln, mit Kordelband zubinden und das Namensschild befestigen.
So dient das Gastgeschenk gleich auch als Tischkarte.

Zusätzlich dazu bekam jeder noch ein kleines Seifenblasen-Röhrchen mit einem Papierfähnchen auf dem steht "Schön, dass du da bist". Dafür habe ich einfach die Banderole gestaltet, auf normalem Papier ausgedruckt und mit einem Fotosticker an den Röhrchen befestigt.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und hoffe, dass ich euch vielleicht eine Inspiration für Geschenke liefern konnte.

Wie gefällt euch die Idee und Umsetzung?

2 Kommentare

31. Mai 2019 um 07:04

Oh, das nenne ich mal kreativ und da hätte ich mich als Gast definitiv drüber gefreut. Bärlauchsalz klint superlecker, ich glaube, das werde ich zur nächsten Bärlauchsaison auch mal ausprobieren! Alles Liebe nachträglich zur Hochzeit! :)

7. Juni 2019 um 12:29

@Leona Lala Dankeschön :)
Bärlauchsalz ist wirklich einfach zu machen, kann aber auch ganz schön stinken, also sei gewarnt ;)

Kommentar posten

Mein Blog und ich leben von deinen Kommentaren. Vielleicht möchtest du uns mit einem kleinen Text unterstützen?