Dienstag, 19. März 2019

Amina Bile, Sofia Nesrine Srour, Nancy Herz: Schamlos

Werbung//Rezensionsexemplar
Schamlos von Amina Bile, Sofia Nesrine Srour und Nancy Herz ist im Februar 2019 bei Gabriel (gehört zu Thienemann-Esslinger Verlag) erschienen. Das eBook umfasst 168 Seiten und wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Inhalt

Drei junge Frauen – Muslimas, Bloggerinnen, Feministinnen – beziehen Position: Wie fühlt es sich an, ständig zwischen den Erwartungen ihrer Familien, ihrer kulturellen Identität und ihrem Selbstverständnis, als Jugendliche in einem westlichen Land zu leben, hin- und hergerissen zu sein? Sie haben Diskussionen angeregt, Tabu-Themen öffentlich gemacht und zahlreiche sehr persönliche Geschichten gesammelt. Dabei ist ein bemerkenswertes Buch entstanden, ein mutiges Buch. 

Dieses Buch ist ein Plädoyer für eine multikulturelle Gesellschaft!

Meine Meinung

Normalerweise schaue ich, wie viele Seiten ein Buch hat bevor ich mich auf ein Rezensionsexemplar bewerbe. Meiner bisherigen Erfahrung nach gefallen mir Romane oft nicht, wenn sie weniger als 300 Seiten haben.
Bei diesem Buch habe ich nicht geschaut, weil es sich auch nicht um einen Roman handelt, und war daher etwas überrascht, als ich festgestellt habe, dass es recht wenig Seiten hat. Das ist jedoch kein Kritikpunkt, sondern eine Feststellung.
Ich habe mich für das Buch entschieden, weil ich das Thema Gleichberechtigung und andere Kulturen interessant finde. Aufmerksam wurde ich durch einen Kurzfilm auf Instagram mit den drei Autorinnen.

Der Schreibstil war gewöhnungsbedürftig, da das Buch zum Teil aus Geschichten anderer Frauen besteht, zum Teil aus persönlichen Einblicken und zum Teil aus Unterhaltungen zwischen den Autorinnen. Dieser Unterhaltungscharakter oder Interviewcharakter ohne Interviewer hat mir nicht ganz so gut gefallen. Zu Beginn dachte ich, dass es nur eine Einführung in diesem Stil wird, aber das zieht sich durch das gesamte Buch.
Ich finde sehr gut, dass dieses Thema aus eigener Erfahrung und Berichten anderer Frauen oder Mädchen aufgegriffen wird. Es ist nicht schön zu lesen, wie sie in ihrer Kultur gefangen und unterdrückt werden. Stichwort negative soziale Kontrolle - immer wieder wird den Mädchen gesagt, was sie nicht dürfen oder sollen, weil das angeblich nicht richtig ist, oder ihre Ehre oder die der Familie beschmutzen würde. Es ist bedrückend wie beschränkt diese Sicht ist und welche Folgen das für die Mädchen und Frauen haben kann.

Ich würde sagen, dass das Buch interessant ist und zum Nachdenken anregt. Dass es relativ wenig Seiten hat, kam mir in dem Fall entgegen, da ich den Schreibstil leider nicht so mochte.

Habt ihr das Buch schon gelesen? Falls ja, wie hat es euch gefallen?

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