Freitag, 16. Dezember 2016

L.R. Laurel - Seelenspiegelgewölbe

Als ich gelesen hatte, dass das Buch in Leipzig spielt, war ich gleich interessiert und entschied mich, mich für die Romantic Fantasy-Leserunde bei Feelings zu bewerben.

Seelenspiegelgewölbe von L.R. Laurel ist Anfang diesen Jahres erschienen und umfasst knapp 300 Seiten.

Inhalt

Die eigenbrötlerische Studentin Angelica studiert hingebungsvoll Ägyptologie in Leipzig und interessiert sich weder für Männer noch für Freundschaften. Bis sie den sexy Kadarin trifft. Der finstere Bad Boy zieht Angelica magisch an und sie kann sich seinem düsteren Charme nicht verwehren. Seine Geheimnisse hütet Kadarin ebenso gut wie seine Gefühle. Obwohl er an Angelica offensichtlich nur oberflächlich interessiert ist, gibt sie sich ihm hin. Doch er scheint nicht nur ihre Welt und ihr Leben zerstören zu können, sondern auch Angelicas Seele nimmt Gefahr für immer im Höllenfeuer zu schmoren...

Meine Meinung

Zu Beginn erfährt man, dass Angelica lieber für sich ist und sogar ihre Vorleseungen so plant, dass sie in den Pausen möglichst wenig Kontakt mit anderen haben muss. Sie ist eigenbrötlerisch und ihr Aussehen ist ihr egal. Dennoch gerät sie schnell in den Kreis um den gut aussehenden und berüchtigten Kadarin - seine Kameradschaft.
Zu Beginn wird mir nicht klar, warum sich Kadarin plötzlich für Angelica interessiert. Der Schreibstil und die Ansichten und Stimmung der Charakter, insbesondere Kadarin und Angelica sind extrem sprunghaft. Oftmals konnte ich die Wechsel nicht nachvollziehen. Was vermutlich dazu gedacht ist, Kadarin geheimnisvoll darzustellen, hat mich eher verwirrt. Mir fehlte vermutlich auch ein Wechsel in der Erzählperspektive aus Sicht Kadarins, um seine Stimmungsschwankungen nachvollziehen zu können. Aber obwohl das Buch aus Sicht Angelicas geschrieben ist, konnte ich selbst bei ihre ihre Stimmungs- und Ansichtenwechsel nicht nachvollziehen. Das Hin und Her zwischen den beiden kommt mir etwas zu konstruiert vor. Außerdem hat mir der Charakter von Kadarin nicht so gut gefallen, er ist sehr arrogant und geht mit Angelica (und Frauen allgemein) nicht annehmbar um.
Und obwohl sich die "Beziehung" im Laufe des Buches weiterentwickelt, hat es mir etwas zu lang gedauert, bis sich das Geheimnis enthüllte. Ab der Mitte des Buches wurde es dann besser und ich hatte wieder mehr Interesse daran, zu wissen wie es weitergeht.
Insgesamt hat mich der Roman leider nicht begeistert. Mir fiel es schwer in die Geschichte einzutauchen.
Vielleicht lag es daran, dass hier nur aus der Sicht von Angelica erzählt wurde oder ich war nicht in der richtigen Stimmung - es hat zumindest nicht so richtig gepasst mit Seelenspiegelgewölbe und mir.

Wirklich schade, da die Geschichte an sich eigentlich nicht schlecht ist.

Wie oft kommt es bei euch vor, dass euch ein Buch nicht so recht begeistern kann?

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