Beginnen wir erstmal damit, was ein Habit Tracker ist. Übersetzen könnte man es mit Gewohnheitsverfolger. Es ist ein Mittel um seine Gewohnheiten zu tracken. Sie können helfen um beispielsweise Gewohnheiten zu etablieren oder auch sich welche abzugewöhnen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten seinen Tracker aufzubauen und ich mag am liebsten die Tabellenform. Jeden Tag an dem man die "Aufgabe" erfüllt hat, darf man einen Punkt setzen oder ein Kästchen ausmalen. Das verschafft Genugtuung und damit Motivation, das möglichst oft zu erreichen.
Möchte man sich etwas abgewöhnen, sollte man das Gegenteil formulieren.
Ein Beispiel: man möchte sich das Rauchen abgewöhnen. Dann sollte man nicht "Rauchen" aufschreiben und jeden Tag markieren, an dem man geraucht hat. Denn dann würde man erzielen wollen, keine Markierung zu haben, was nicht den gleichen Effekt hätte.
Stattdessen sollte man "nicht geraucht" aufnehmen und jeden Tag markieren, an dem man dies geschafft hat. Somit versucht man also möglichst viele Tage auszufüllen, was mehr Genugtuung und Motivation schafft, als möglichst wenig Punkte zu sammeln. Es ist also wichtig seine Aufgaben entsprechend richtig zu formulieren.
Was trackt man?
Das ist ganz individuell und kann alles mögliche sein. Gewohnheiten, die man etablieren oder sich abgewöhnen möchte.
Beispiele:
- vor 10 Uhr ins Bett gehen
- ab 20 Uhr nicht mehr mit dem Handy spielen
- 30 min Yoga
- Lesen
- 10000 Schritte
- Obst essen
- unter 1800 kcal essen
- nicht rauchen
- kein Zucker
- kein Geld ausgeben
- Füße eincremen
- Zahnseide benutzen
- 2l Wasser trinken
- Bett machen
- Zeit für sich
- Lernen
- ...
Diese Gewohnheiten müssen nicht zwingend Dinge sein, die ihr täglich macht. Ihr könnte genauso gut wöchentliches Bettwäsche wechseln oder ähnliches protokollieren.
Was ich auch schon oft gesehen habe, sind Tracker, die nur Platz für eine Woche bieten und im Weekly Spread integriert sind.
Ich persönlich finde es tatsächlich genug tuend, diese Punkte zu setzen. Zum Beispiel motiviert es mich, mich öfter einzucremen, was mir bei meinem Aufbrauchvorhaben unterstützt.
Andererseits finde ich es aber auch einfach spannend, wie oft oder regelmäßig ich gewisse Dinge tue, wie zum Beispiel das Lesen oder Bloggen oder der Sport.
Ich habe auf Instagram, Youtube und Pinterrest viele Inspirationen gesehen und da ich es gern bunt mag, habe ich entschieden, dass ich meinen Tracker in Regenbogenfarben gestalten möchte.
Im Februar habe ich jeden Tag die Farbe gewechselt, im März habe ich ausprobiert, wie es aussieht, wenn jede Aufgabe eine Farbe hat. Mir gefällt die Februar-Variante besser, weshalb ich die beibehalten möchte.
Zusätzlich zu den Gewohnheiten, die ich tracke, habe ich entschieden bei den Schritten und gelesenen Seiten auch die Anzahl genauer zu verfolgen.
Die gelesenen Seiten habe ich in 5 Kategorien unterteilt und im Februar und März mit Farben belegt, die mir gut gefielen. Im April habe ich mich für eine Farbfamilie entschieden, was mir besser gefällt und ich beibehalten möchte.
Bei den Schritten bin ich wieder beim Regenbogenschema gelandet, habe es aber zwischen Februar und März umgekehrt und das Dunkellila gegen ein Flieder getauscht. Im April habe ich außerdem die Legende etwas geändert, weil mir die Beschriftung mit "kleiner als" zu negativ vorkam. Mit der Aprilvariante bin ich sehr zufrieden.
Ein Kleinigkeit, die im April dazu kam, war dass ich die Wochenenden im Tabellenkopf farbig markiert habe, damit es etwas übersichtlicher und einfacher beim Eintragen ist.
Vielleicht noch kurz am Ende: Ein Tracker sollte euch motivieren und gefallen und nicht zu einer lästigen Pflicht werden. Wenn ihr feststellt, dass das für euch nicht funktioniert, dann lasst es weg oder überlegt euch, welche Punkte euch vielleicht demotivieren und deshalb nicht getrackt werden sollten. Oder nehmt etwas auf, dass euch leicht fällt, aber dann eventuell auch für andere Punkte motiviert dran zu bleiben. Ich habe beispielsweise Anfang letzten Jahres Habit Tracker benutzt aber dann irgendwann den Spaß oder Nutzen daran verloren. Erst seit Januar nutze ich sie wieder und bin gespannt, wie lang das so bleibt.
Das war jede Menge Text und mich interessiert nun brennend, was ihr von dem Konzept haltet und ob ihr es schonmal ausprobiert habt?
Solltet ihr selbst einen Habit Tracker führen, was trackt ihr so?
