Dienstag, 9. März 2021

Carlotta Welding: Fühlen lernen

Werbung//Rezensionsexemplar
"Fühlen lernen" von Carlotta Welding ist Mitte Februar 2021 bei Klett-Cotta erschienen. Das E-Book umfasst etwa 300 Seiten und wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Inhalt

Wie man sich aktuell fühlt, kann man bei Facebook und anderen Social Media Kanälen mit einem passenden Gefühlsbutton versehen. Man gibt an, ob man gerade »fröhlich«, »zornig« oder »niedergeschlagen« ist. Gefühle sind in aller Munde, aber viele Menschen ›fühlen‹ kaum oder gar nicht mehr richtig: Ihnen fällt es schwer, die emotionalen Signale ihres Körpers wahrzunehmen, zu deuten und sie in ihre Entscheidungen und in ihr Handeln auf angemessene Weise einzubeziehen. Sie leben abgetrennt von ihren Gefühlen, verstehen sie nicht, empfinden sie überhaupt nicht mehr. Ohne echte Gefühle ist keine Bindung zu anderen Menschen möglich. Gefühle verankern uns im eigenen Leben! Einfühlsam leitet Carlotta Welding an, wie wir »Fühlen« wieder oder überhaupt lernen können. So werden Gefühle wieder das Selbstverständlichste in unserem Leben. Gefühle sind lebensnotwendig, treiben unser Handeln voran und vertiefen unser Leben.

Meine Meinung

Neben der Erläuterung was Gefühle und Emotionen sind, gibt es Einblicke in die Gefühlsblindheit und wie sich Gefühle bei Kindern entwickeln. Es geht auch darum, wie man Emotionen regulieren kann und wann das in welcher Form sinnvoll ist. Es geht auch darum, welche Rolle Gefühle spielen und man bekommt einige Gedankenanstöße an die Hand, über seine eigenen Handlungen und Gefühle zu reflektieren.
Ich finde das Buch sehr interessant und lesenswert und die Autorin schreibt auch angenehm. Ich habe für mich jedoch festgestellt, dass ich im Feierabend oft nicht ausreichend aufnahmefähig bin. Vielleicht ist aber auch ein allgemeines Problem oder zu wenig Interesse, die Inhalte wirklich aufzunehmen oder zu lernen. Das merke ich insofern, dass das Buch gar nicht so viele Fachbegriffe enthält, aber die wenigen die Vorkommen, kann ich mir nicht merken. Oftmals gibt es bei späterem Aufgreifen auch eine kurze Erläuterung, damit man sich daran erinnern kann, aber das fällt mir dann sehr schwer und ich glaube, dass das dazu führt, dass ich gewisse Zusammenhänge nicht so gut verstehe oder sie mir dann ebenfalls nicht merken kann.
Das hat aber nichts mit diesem Buch zu tun, sondern ist etwas, das ich für mich festgestellt habe. Ich lese solche Bücher, ähnlich wie einen Roman und stelle dann fest, dass dabei auch ähnlich wenig hängen bleibt.
Zurück zum Buch - es ist gut geschrieben, interessant und ich kann mir vorstellen, dass es vor allem für Menschen, die gefühlsblind sind oder Probleme mit ihren Gefühlen oder Emotionen haben, hilfreich sein kann, das alles besser einzuordnen und daran zu arbeiten. Genauso ist es für die nicht betroffenen hiffreich diese Aspekte im Umgang mit anderen im Hinterkopf zu haben.
Neben jeder Menge Quellen gibt es auch zwei Tests, die man machen kann, um festzustellen, ob man gefühlsblind ist.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der oder die etwas über Gefühle und Emotionen und einen besseren Umgang damit lernen möchte.

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