Dienstag, 20. Juli 2021

Catherine Ryan Hyde: Der Mut kommt auf kleinen Füßen

Werbung//Rezensionsexemplar
"Der Mut kommt auf kleinen Füßen" von Catherine Ryan Hyde ist Mitte Juli bei Amazon erschienen. Das E-Book umfasst etwa 350 Seiten und wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Inhalt

Der größte Schatz im Leben der alleinerziehenden Brooke ist ihre kleine Tochter. Eines Abends wird Brooke überfallen und muss entsetzt mitansehen, wie der Täter in ihrem Auto entkommt – mitsamt der kleinen Etta auf dem Rücksitz.

Die junge Molly musste ihr Zuhause verlassen und lebt seitdem auf der Straße. Als sie in einem verlassenen Gewerbegebiet ein schlafendes Mädchen findet, erwacht sofort ihr Beschützerinstinkt. Sie macht sich auf die Suche nach der Mutter des Kindes – doch das ist schwieriger als gedacht …

Meine Meinung

Die Geschichte dreht sich um zwei Frauen, die es beide nicht sonderlich einfach haben im Leben. Während Brooke zwar nicht viel Geld hat, hat sie jedoch ein zu Hause und eine Tochter, die sie vergöttert. Molly dagegen lebt auf der Straße und kämpft sich jeden Tag durch. Das hindert sie jedoch überhaupt nicht daran sich dem kleinen Mädchen anzunehmen, sie zu beschützen und selbst noch mehr zurückzustecken.
Beide haben mit Vorurteilen zu kämpfen - die eine hat sie, die andere spürt sie. Ich denke das Buch schafft es ganz gut ein paar Aspekte zu beleuchten, die fast alle mal erlebt oder gedacht haben und kann dadurch wie ein Spiegel wirken.
Es ist außerdem ein Spiegel der Gesellschaft, der zeigt, wie es Obdachlosen geht und auch, wie es in Pflegefamilien zugehen kann. Es zeigt die hässlichen Seiten der Gesellschaft, die ich, privilegiert, wie ich bin, nicht kenne, aber dank ausreichend Büchern weiß, dass es sie gibt.
Das Buch geht über die gegenseitige Suche hinaus, um Etta wieder zu ihrer Mutter zu bringen. Etta ist nebenbei gesagt, eine süßes und liebes kleines Mädchen. Molly mochte ich auch sehr, denn sie hat ihr Herz am rechten Fleck und kann für ihre Umstände nichts.
Brooke liebt ihre Tochter und steckt auch nicht in der besten Situation, dennoch ist es schade, dass sie so vorschnell über Molly urteilt und das nicht nur einmal. Auf der anderen Seite bemüht sie sich auch sehr und gibt nicht so schnell auf. Ich mag, wie das Leben von beiden sich immer mehr verknüpft.
Ich weiß nicht, was ich von dem Buch anhand des Klappentextes erwartet hatte, war jedoch überrascht, dass es um mehr ging, als nur die ungeplante Entführung von Etta. Mir hat dieser Aspekt aber auch gut gefallen.
Der Schreibstil war angenehm und die Geschichte wurde abwechselnd aus Sicht beider Protagonistinnen erzählt.

Dienstag, 13. Juli 2021

Abby Jimenez: Wenn in mir die Glut entflammt

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"Wenn in mir die Glut entflammt" von Abby Jimenez ist Mitte Juni 2021 bei dtv erschienen. Das E-Book umfasst etwa 430 Seiten und wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Inhalt

Zwei Jahre nach dem Tod ihres Verlobten ist das Leben von Sloan Monroe immer noch nicht im Lot. Doch als ein Hund mit Nimm-mich-mit-Blick durchs kaputte Sonnendach ihres Autos springt, ändert sich alles. Denn nach einigen Wochen ohne Antwort auf ihre Kontaktversuche meldet sich Tuckers Herrchen – Rock-Star Jaxon Waters, auf Tournee unterwegs. Und er will Tucker zurück, wenn er wiederkommt. Aus nüchternen Nachrichten werden Flirts, dann lange Telefonate, denn Jaxon ist sexy, nett und witzig. Und bekannt für seine wilden Affären. Als Sloan und Jaxon sich endlich gegenüberstehen, prickelt es gewaltig. Aber kann Sloan ein zweites Mal ihr Herz öffnen?

Meine Meinung

Sloan hat ihr Leben pausiert und lebt im Haus, das sie zusammen mit ihren Verlobten gekauft hat. Doch seit er gestorben ist, hat sie nichts mehr daran verändert. Sie malte früher wunderschöne Bilder, erledigt jetzt aber nur noch Auftragsarbeiten. Sie kocht auch nicht mehr, obwohl sie das früher Leidenschaftlich gern gemacht hat. Ihr besten Freunde sorgen dafür, dass sie genug isst und sich nicht weiter selbst verliert.
Auf dem Weg zum Friedhof springt ihr ein Hund vors und dann auch ins Auto. Die Kontaktaufnahme mit dem Besitzer schlägt zunächst fehl und nimmt dann aber schnell fahrt auf.
Diesen Kontakt mochte ich sehr. Beide kommunizieren so herrlich ungeniert und frech. Als sie sich dann treffen ist klar, dass sie den Kontakt aufrechterhalten wollen. Sloan möchte ihren Verlobten noch nicht loslassen, wohingegen Jason sehr genau weiß, was er will und auch viel Geduld und Einfühlungsvermögen mitbringt.
Vor allem die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen, weil die Protagonisten toll zusammenpassen.
Die zweite Hälfte besticht leider durch viel Drama, weil er natürlich besser weiß, was gut für sie ist. Es werden einige Klischees bedient und das kitschige Ende ist garantiert.
Abgesehen davon hat mir aber die Geschichte gefallen, ebenso der Schreibstil und dass die Geschichte aus Sicht der beiden Hauptfiguren geschrieben ist.
Es gab auch ein, zwei Wendungen, die ich nicht erwartet habe, was ich ebenfalls gut fand.
Am meisten hat das Buch für mich durch die witzigen Dialoge, Einfühlungsvermögen und tolle Freundschaften gelebt.

Freitag, 9. Juli 2021

Nika S. Daveron: Allein durch die Sterne

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"Allein durch die Sterne" von Nika S. Daveron ist Anfang Juli 2021 bei Piper erschienen. Das E-Book umfasst etwa 270 Seiten und wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Inhalt

Was würdest du tun, wenn du der letzte Mensch der Welt wärst? Für alle, die eine Reise durch die Sterne machen wollen, um am Ende bei jemandem anzukommen, der es wert ist

„Meine Fotos wurden kurioser. Selfies im leeren Supermarkt. Ein „Hilfe“ aus Dosenravioli gebaut. Da war niemand. Niemand sah meine Bilder, egal wie viel Hashtags ich versuchte. Ich betitelte sie alle mit #iamunstoppable.“

Die freiheitsliebende Ariadne tut nur was sie will: Sie versucht sich an Dingen, die ihr Spaß machen und umgibt sich nur mit Leuten, die ihr Freude bereiten – sowie mit ihrer Katze namens Katze. Doch dann sind alle Menschen in ihrer Umgebung von einem Moment auf den anderen verschwunden. Ariadne ist der letzte Mensch auf Erden und völlig allein. Bis sie eines Tages eine Nachricht von Sanghyun erhält – dumm nur, dass er in Shanghai und auf der anderen Seite der Welt ist ...

Meine Meinung

Die Idee fand ich so gut, dass ich das Buch lesen wollte. Ziemlich zeitig im Buch und plötzlich passiert es und Ariadne ist allein auf der Welt. Alle sind verschwunden.
Was zu Beginn gruselig ist, dann Spaß macht, wird schnell unheimlich und kaum ertragbar. Zum Glück hat sie tierische Unterstützung. Ich glaube, genau das hätte mir auch viel Halt gegeben.
Im Buch werden verschiedene Probleme aufgedeckt, wenn keine Menschen mehr auf der Erde sind und gute Lösungen gefunden für die speziellen Probleme und Hindernisse von der Protagonistin. Manches hätte ich anders gemacht, beispielsweise mit Solar-Ladezellen für mobiles Laden unterwegs gearbeitet, aber vielleicht waren die zum Zeitpunkt des Schreibens noch nicht so verbreitet? Ich war immer neugierig, wie die beiden es schaffen sich zu treffen und kaum eine Katastrophe blieb ihnen erspart.
Die Protagonisten mochte ich beide und ich habe mit ihnen mitgefiebert. Da die Geschichte aus Ariadnes Perspektive geschrieben ist, habe ich mich mehr mit ihr verbunden gefühlt. Ihre Gedanken und Gefühle werden einem als Leserin auch ganz anders präsentiert. Ihre Sorgen fand ich immer nachvollziehbar und durch ihre Augen konnte man auch Sanghyn ganz gut einschätzen, auch wenn er natürlich etwas weniger durchschaubar war.
Ich fand es sehr mutig, wie die beiden mit der Situation umgegangen sind und toll, wie sie ihre Pläne gemacht und eventuelle Probleme vorausgeplant haben.
Manche Teile der Reise gingen dann aber auch recht schnell vorbei und ich was insgesamt froh zu erfahren wie es ausgeht und mochte das Ende sehr. 
Auf der anderen Seite hätte ich mir teilweise gewünscht, dass die Erzählung etwas ausführlicher wäre und die Strapazen deutlicher würden. Denn so viele Kilometer ohne Auto zurückzulegen, stelle ich mir sehr beschwerlich und langwierig vor.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und das Lesen ging schnell voran. Die Protagonisten hätten einen Tick weniger blass sein können, aber für mein Lesevergnügen war das nicht so schlimm.

Samstag, 3. Juli 2021

Aufgebraucht #105

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Die erste Hälfte des Jahres ist um, was ich schon echt krass finde. Im Juni wurden ein paar Produkte leer, die ich kurz vorstellen möchte.
  • La Roche-Posay Effaclar Diese große Flasche reicht bei mir etwa ein Jahr, womit der Preis für mich ok ist. Es reinigt gut, auch mein Augenmakeup, und deshalb habe ich es schon mehrmals nachgekauft.
  • Rituals ultra hydrating black soap Diese Seife/Duschgel bekam mein Mann mal geschenkt und hat es nie verwendet. Das habe ich nun übernommen und mich eher durchgequält. Den Geruch mochte ich ganz gern und erinnerte mich immer an Erkältungsbad. Aber die Konsistenz war recht fest, das Verteilen ein Graus und die schwarze Färbung relativ nervig. Nichts was ich mir selbst gekauft hätte, mal abgesehen davon, dass ich lieber feste, verpackungsarme Produkte nehme.
  • Signal Zahnpasta Die Zahnpasta wollte ich nur nochmal aufnehmen, nachdem ich letztens schon darüber geschrieben habe. Ich mag die Frische ganz gern, nehme sie aber weil, sie bei mir keine Unterlagerungen verursacht. Schon nachgekauft.
  • Papanga Zopfgummi Hier ist mal wieder einer kaputtgegangen. Die halten aber echt lang und ich mag sie für meine Haare sehr gern.
  • Balea Augenpads Q10 Die Pads kleben sehr gut, weshalb ich die Handhabung gut finde. Allerdings habe ich nach dieser Anwendung gar keinen Unterschied gesehen. Ein Paar habe ich noch da, aber ich werde sie eher nicht nachkaufen.
Was wurde bei dir im Juni leer?

Donnerstag, 1. Juli 2021

Nicole Fisher: You're my Rival

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"You're my Rival" von Nicole Fisher ist bei Mira Taschenbuch, der Harpercollins Verlagsgruppe, erschienen. Das E-Book umfasst etwa 288 Seiten und wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Inhalt

Die junge Collegestudentin Eliza hat bei einem verheerenden Autounfall nicht nur ihre Eltern, sondern auch ihr Gedächtnis verloren. Seitdem ist ihr altes Leben wie ausgelöscht, und sie ist auf sich allein gestellt.


Da trifft sie in einem Klub auf den düsteren Ian Green. Auf den ersten Blick wirkt er unnahbar, doch seine tiefblauen Augen sind Eliza so seltsam vertraut. Bei ihm kann sie sich fallen lassen, endlich fühlt sie sich wieder beschützt. Bis Elizas Erinnerungen zurückkehren – und sie erkennt, dass ihr jetziges Leben eine Lüge ist. Alles, was man ihr erzählt hat, ist nicht wahr. Doch noch schlimmer: Alles, was sie für Ian empfindet, darf nicht sein.

Meine Meinung

Eliza lebt seit 5 Jahren, ohne ihre Vergangenheit zu kennen und ohne Familie. Sie ist aber auch zu feige ihre Vergangenheit bspw. durch eine Google-Suche besser zu beleuchten. Stattdessen erzählt ihr ihre innere Stimme, dass sie wohl eine gemeine oder hochnäsige Person gewesen sein muss, wenn sich seit dem Unfall niemand für sie interessiert hat.
In Camy und deren Mutter hat sie ihre Ersatzfamilie gefunden. 
Neuerdings fühlt sie sich beobachtet und als sie in einem Klub jemanden damit konfrontiert geht das Gespräch ganz anders aus als erwartet. Doch wer ist dieser Ian und warum fühlt sie da eine Verbindung?
Ich muss leider sagen, dass ich bezüglich "You're my rival" hin- und hergerissen bin. Die Protagonisten blieben erstaunlich blass und die Geschichte war ab einem gewissen Punkt vorhersehbar. Als, wenn ich sie ganz ähnlich schonmal gelesen oder in einem Film gesehen hätte. Das Ende ist leider ein Cliffhanger und ich möchte schon gern wissen, wie es weiter geht, aber an den Protagonisten hängt es nicht wirklich. Gerade erst zu Ende gelesen, bin ich mir gerade unsicher, aber ich glaube sie wurde nur aus Elizas Sicht geschrieben, was Ian sicherlich geheimnisvoller macht, aber auch keinen Aufschluss zu seinen Gedanken bietet. Der Beobachtung von Eliza sei Dank, kann man das aber teilweise trotzdem herleiten.
Ich hatte das Gefühl, dass der Geschichte rund 100 Seiten mehr, gutgetan hätte. Das hätte eine bessere Entwicklung der Charakter und der Gefühle erlaubt. Es kam mir alles so erzwungen und herbeigeführt vor. Ich fühle mich mit so vielen Fragen zurückgelassen, wie sich wohl Eliza zwischenzeitlich gefühlt haben muss.
Ich möchte wissen, wie es weiter geht, aber nicht, weil ich mit den Protagonisten mitfühle und mitfiebere. Mir hat gefallen, dass es sich nicht um einen reinen Liebesroman handelt, aber letztendlich habe ich das Gefühl, dass dadurch beide Seiten (Thriller(?) und Liebesroman) zu kurz gekommen sind.

Hast du das Buch auch gelesen? Wie ist dein Eindruck?